Andreas Grimm
Fahreignung

Fahreignung prüfen lassen

Nach einer Erkrankung, einem Unfall oder einer Mitteilung der Polizei stellt sich oft die Frage, ob Sie weiterhin sicher Auto fahren können. Eine verkehrspsychologische Untersuchung gibt darauf eine objektive Antwort und schafft Klarheit für Sie, Ihre Angehörigen und Ihren Arzt.

Sicher unterwegs, in eigener Verantwortung

Wer Auto fährt, achtet selbst darauf, dass er sicher unterwegs ist. So sieht es auch das Gesetz vor (§ 2 Fahrerlaubnis-Verordnung). Eine Überprüfung der Fahreignung ist deshalb ein Zeichen von Verantwortung, für sich selbst und für andere. Sie gibt Ihnen Gewissheit, wo sonst Unsicherheit bliebe.

Und falls sich zeigt, dass Einschränkungen bestehen, gibt es häufig Wege, mobil zu bleiben, zum Beispiel mit Auflagen wie einem begrenzten Fahrbereich.

Wann ist eine Untersuchung sinnvoll?

Wenn Sie selbst oder Ihre Angehörigen unsicher sind, ob das Autofahren noch sicher gelingt
Ihr Facharzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation hat Sie überwiesen, zum Beispiel weil die Fahrerlaubnisbehörde nach einer Mitteilung der Polizei ein Gutachten verlangt
Nach einem Schlaganfall, einer Hirnverletzung oder einer Hirnoperation
Bei Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen
Bei Diabetes, wenn Konzentration oder Reaktion nachgelassen haben
Bei nachlassendem Gedächtnis oder beginnender Demenz
Bei ausgeprägter Tagesmüdigkeit, etwa durch Schlafapnoe, oder bei Medikamenten, die müde machen können

Was wird geprüft?

Geprüft werden die Fähigkeiten, auf die es im Straßenverkehr ankommt. Die Maßstäbe dafür legen die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung fest.

Aufmerksamkeit
Mehrere Dinge gleichzeitig im Blick behalten, zum Beispiel Verkehr, Ampel und Fußgänger.
Konzentration
Auch über längere Zeit bei der Sache bleiben, ohne sich ablenken zu lassen.
Reaktionsfähigkeit
Schnell und zugleich sicher auf plötzliche Ereignisse reagieren.
Orientierung
Verkehrssituationen rasch und zuverlässig erfassen.
Belastbarkeit
Auch unter Zeitdruck und bei vielen Reizen fehlerfrei handeln.
Gesamtbild
Die Ergebnisse werden im Zusammenhang mit Ihrer Vorgeschichte und Fahrerfahrung bewertet.

So läuft die Untersuchung ab

1
Termin
Sie vereinbaren einen Termin über die Praxis. Bringen Sie Ihre Überweisung und vorhandene Arztbriefe mit.
2
Gespräch
Wir besprechen Ihre Vorgeschichte, Ihre Fahrpraxis und die Fragestellung.
3
Testung
Die Testung erfolgt am Computer mit dem Wiener Testsystem. Jede Aufgabe wird vorher erklärt und geübt, Computerkenntnisse brauchen Sie nicht.
4
Ergebnis
Die Ergebnisse fasse ich in einem verkehrspsychologischen Gutachten zusammen und bespreche sie mit Ihnen.

Zur Vorbereitung: Bitte kommen Sie ausgeruht, nehmen Sie Ihre Medikamente wie gewohnt ein und bringen Sie, falls vorhanden, Brille und Hörgerät mit.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ein Ergebnis nicht ausreicht?

Einzelne schwächere Werte bedeuten nicht automatisch, dass Sie nicht mehr fahren dürfen. Die Begutachtungsleitlinien sehen verschiedene Möglichkeiten vor, etwa den Ausgleich durch stabile Leistungen in anderen Bereichen, eine Wiederholungsuntersuchung, eine praktische Fahrverhaltensprobe oder eine Fahrerlaubnis mit Auflagen.

Brauche ich Erfahrung am Computer?

Nein. Die Bedienung ist einfach, jede Aufgabe wird vorher erklärt und geübt.

Wer erfährt das Ergebnis?

Ich unterliege der Schweigepflicht. Das Gutachten erhält, wer es in Auftrag gegeben hat, in der Regel Ihr überweisender Facharzt. Ohne Ihre Einwilligung gebe ich keine Ergebnisse an Dritte weiter.

Kann ich auch ohne Überweisung kommen?

Ja. Viele Betroffene, etwa mit Diabetes oder Parkinson, möchten ihre Fahreignung aus eigenem Antrieb überprüfen lassen, um sicher zu sein.

Termin vereinbaren

Ich berate Sie gern, ob und in welchem Umfang eine Untersuchung in Ihrer Situation sinnvoll ist.

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